Holz ist eine
Langfristanlage und kann dadurch viele Krisen überstehen." -
ECOreporter.de-Interview mit Wouter Bakker, Robinia-Invest
Robinia-Geschäftsführer Wouter Bakker / Quelle:
Robinia-Invest GmbH
Investments in
Robinienplantagen im Osten Deutschlands bietet die Robinia-Invest GmbH aus
Kleve. Anleger können zwischen verschiedenen Laufzeiten und Varianten wählen,
wie Festzins, Sparplan oder einer einmaligen Anlagesumme. ECOreporter.de sprach
mit Robinia-Geschäftsführer Wouter Bakker über sein Unternehmen.
ECOreporter.de: Herr Bakker, Sie pflanzen Robinien in Deutschland an. Warum
nicht in anderen Breitengraden und in anderen Ländern, wo Bäume schneller
wachsen und Sie dann vielleicht auch höhere Renditen erzielen?
Wouter Bakker: Die Robinie kommt aus Nord-Amerika. Europa hat in etwa
das gleiche Klima wie Nord-Amerika. Natürlich wachsen die Robinien auch in
Ost-Europa, aber wir wollen unseren Kunden als Sicherheit ein Grundpfandrecht
geben, das so im Ausland nicht möglich wäre.
ECoreporter.de: Robinien-Plantagen - ist das ökologisch? Oder sind das
Monokulturen?
Bakker: Eine Robinien-Plantage ist von der Sache her eine Monokultur, da
ja nur Robinien-Bäume auf dem Grund gepflanzt werden. Aber die Bäume bieten
vielen Tieren für die Zeit des Wachsens Nistplätze und Unterschlupf. Zudem
blüht die Robinie und gibt dadurch Bienen und anderen Tieren Futtermöglichkeiten.
ECOreporter.de: Wie schnell wächst eine Robinie, ab wann ernten Sie?
Bakker: Eine Robinie wächst etwa einen Zentimeter in der Dicke und im
Wuchs einen Meter hoch pro Jahr. Das ist drei Mal so schnell wie eine Eiche
oder Buche. Wir ernten ab dem zehnten Jahr.
Holz ist eine
Langfristanlage und kann dadurch viele Krisen überstehen." -
ECOreporter.de-Interview mit Wouter Bakker, Robinia-Invest

ECOreporter.de: Wofür verwendet man Robinien?
Bakker: Robinien sind vielseitig einsetzbar, etwa für Lärmschutzwälle,
Wasserschutzwälle, Möbel, Pfähle, Gartenzäune, Straßenbaum-Befestigungen etc.
Die Robinie wird allerdings hauptsächlich für Projekte im Natur- oder
Außenbereich eingesetzt. Denn Robinienholz braucht keine weiteren
Nachbearbeitungen wie Farb- oder Lackanstriche. Die Robinie ist ein Edelholz,
es kann z.B. unter Wasser stehen und bleibt dabei beständig und verfault nicht.
ECOreporter.de: Verarbeiten Sie das Holz selbst oder geht das an
Verarbeitungsbetriebe?
Bakker: Das Holz wird von uns gefällt und zu einem Verarbeitungsbetrieb
transportiert.
ECOreporter.de: Mit welchen Renditen kann jemand rechnen, der bei Ihnen
investiert - und nach wieviel Jahren?
Bakker: Wir rechnen mit verschiedenen Preisentwicklungen des Holzes. In
den letzten acht Jahren betrug die durchschnittliche Preisentwicklung des
Robinien-Holzes etwa zwölf Prozent Plus pro Jahr. Das wird sich momentan durch
die Krise in der Weltwirtschaft etwas abschwächen. Da aber Holz eine Langfrist
Anlage ist, dürfte die Situation in einigen Jahren besser aussehen. Zudem
bieten wir unseren Kunden auch einen Festzins durch unsere Anleihe an. Auf
unserer Website sind die verschiedenen Preisberechnungen der Anlage
"Grüner Rendite Plan" einzusehen.
ECOreporter.de: Wald und Holz gelten als Sach-Anlagen. Aber die
"Sachen", also die Robinien, die gibt es ja noch nicht, sie werden
erst angepflanzt. Welche Sicherheiten bieten Sie dem Anleger?
Bakker: Wir bieten unseren Kunden folgende Sicherheiten: Als wichtigstes
das Grundpfandrecht. Die Gelder, die zur Pflege der Plantage gebraucht werden,
werden in eine separate Verwaltungsgesellschaft überführt, deren einzige
Aufgabe es ist, sich um die Bäume zu kümmern. Die Plantagen sind gegen Sturm
und Feuer versichert. Diese Versicherung übernehmen die Provinzial AG und eine
Niederländische Versicherung, die auf Wald- und Forstwirtschaft spezialisiert
ist. Wir haben außerdem eine Austauschgarantie für den Kunden: Wenn nach zwei
Jahren auf seiner Parzelle die Bäume nicht richtig wachsen sollten, bekommt der
Kunde gleichwertigen Ersatz.
Holz ist eine
Langfristanlage und kann dadurch viele Krisen überstehen." -
ECOreporter.de-Interview mit Wouter Bakker, Robinia-Invest
ECOreporter.de: Die Finanzkrise bremst
zumindest teilweise den Konsum, also dürfte auch der Holzverbrauch sinken.
Sinkt damit die Rendite für die Robinia-Anleger?
Bakker: Natürlich kommt es momentan zu sinkendem Verbrauch. Aber sie
dürfen nicht vergessen, das jede Krise einmal vorbei geht. Der Bedarf wird
wieder steigen. Zudem wird Holz als natürlicher Rohstoff in Zukunft an Bedeutung
gewinnen. Nicht nur durch die Abholzung, Verödung der Böden und sonstigen
Ereignisse wird Holz weltweit knapper werden. Auch durch die immer zahlreicher
werdende Weltbevölkerung wird mehr Holz verbrauchen.
Holz ist zudem eine Langfristanlage und kann dadurch viele Krisen überstehen.
Ein Baum wächst immer - unabhängig davon, welche Krisen im Finanzsystem wüten.
Bei unseren Preisentwicklungen haben wir ja dafür verschiedene Szenarien
angegeben. Wenn man die Meinungen anderer Experten und Organisationen zu Grunde
legt, die sich mit dem Thema Holz befassen, kommt man auf eine
durchschnittliche Mindestrendite von sieben bis neun Prozent - nicht schlecht,
finde ich
ECOreporter.de:
Herr Bakker, wir danken Ihnen für das Gespräch!
Zur Person:
Der 1971 geborene Wouter Bakker ist eigenen Angaben zufolge seit 1997 in der Finanzbranche
tätig. Bis 2003 beschäftigte er sich mit Aktien. Zwischenzeitlich sammelte er
einige Monate lang Erfahrungen mit Teakholz. Dies könne er nicht empfehlen, so
Bakker. Er halte Robinienholz für das bessere Produkt für Kunden. Wie er
gegenüber ECOreporter.de berichtet, verkaufte er von 2003 bis 2008 gemeinsam
mit seinem Bruder Versicherungen, Kredite und Robinien-Pflanzungen in Polen.
Für niederländische Kunden pflanzten die Brüder demnach 250 Hektar Robinie in
dem Land. Seit 2007 bereitete Bakker die Gründung der Robinia Invest vor. Seit
November 2008 biete man Beteiligungsprodukte an.